Kompakt News Februar

Unitymedia: Kunden-Router dürfen Hotspots werden

Der sechste Zivilrat des Oberlandesgerichts Köln entschied, dass Unitymedia Hotspots auf Kunden-Routern installieren dürfe. Mit der Begründung, dass es zumutbar sei, diese Installation durchzuführen, hob das Gericht das Urteil der Vorinstanz auf. Bereits 2016 hatte Unitymedia begonnen, das öffentlich zugängige Hotspot-Netz mittels der Router seiner Kunden aufzubauen. Da jedoch fraglich bleibt, ob Unternehmen die kundeneigenen Geräte für eigene Zwecke nutzbar machen dürfen, hat das Oberlandesgericht die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen.

5G: Kommerzielle Nutzung für 2019 geplant

Obwohl man zunächst davon ausging, dass die 5G-Netze nicht vor 2020 für die öffentliche Nutzung bereitstehen würden, soll es wohl schon ab 2019 so weit sein. Nokia habe seine AirScale-Basisstation, welche sich aller Voraussicht nach für den 5G-Mobilfunk aufrüsten lassen, weltweit bereits an mehr als 100 Netzbetreiber verkauft. Damit seien China, die USA, Japan, Süd-Korea und einige europäische Länder die ersten, die Nokias Qualcomms 5G-Technik nutzen werden.

Downvote-Funktion bei Facebook?

Derzeit lässt Facebook die Downvote-Funktion für unliebsame Kommentare in den USA testen. Neben dem Button zum Antworten und Liken finden die Nutzer einen Downvote-Link, mit dem sie unangemessene Kommentare abstrafen können. Wann und ob die Funktion für alle Facebook-Nutzer freigeschaltet wird, bleibt abzuwarten.

NRW: Mehr Cybersicherheit für Behörden

Da es in deutschen Ämtern und Behörden erheblich an IT-Fachkompetenz mangele, plant NRW nun die Zusammenarbeit mit dem BSI. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, welches das bundesdeutsche Cyber-Abwehrzentrum auf die Beine stellt, soll nun für mehr Sicherheit in den Behörden sorgen und Cyber-Angriffen vorbeugen. Bundespolizei, nationale Geheimdienste und das Zollkriminalamt sollen dort ein Informations- und Frühwarnsystem für Cyber-Angriffe bilden. Da es bislang an der rechtlichen Grundlage fehlt, können die verschiedenen Landeskriminalämter vorerst weiterhin nicht zusammen wirksam gegen Hackerangriffe werden.

Tesla: Cryptojacker verschaffen sich Zugriff auf Server

Die Cloud-Umgebung von Tesla wurde gehackt, um die Rechenleistung zum Crypto-Mining zu nutzen. Die Hacker hatten es somit offenbar nicht auf Firmendaten abgesehen. Die Schwachstelle habe wohl ein Open-Source-System gebildet, welches nicht durch ein Passwort geschützt gewesen sein soll. Durch ausgefeilte Taktiken sollen die Hacker zu verhindern versucht haben, die Aufmerksamkeit auf ihre Aktion zu ziehen. So haben sie die Prozessorlast beispielsweise derart geringgehalten, dass die Server-Überwachungs-Maßnahmen nicht angeschlagen haben. Da Unternehmen, die Cloud-Services in Anspruch nehmen nach Einschätzung der Experten nicht genug in Sicherheitsmaßnahmen investierten, sei es den Häckern erst möglich, ihre Server für ihre Zwecke nutzbar zu machen. Cloud-Provider treffe dabei keine Schuld.