Kompakt News April

eCall: EU stattet neue Fahrzeuge mit Notfallsystem aus

Noch in diesem Frühjahr sollen neue Fahrzeuge europaweit verpflichtend mit dem Notfallsystem eCall ausgestattet werden. Dieses soll nach einem Unfall mittels Crash-Sensoren und Airbag-Steuerung automatisch den Notruf 112 wählen. Dabei soll nicht nur der Standort des verunfallten Fahrzeugs, sondern auch die jeweilige Fahrtrichtung, zum Beispiel auf der Autobahn, per Satellit übermittelt werden. Zudem soll eine Sprachverbindung hergestellt werden, die den persönlichen Kontakt zum Insassen ermöglicht. Antworte dieser nicht, könne die Rettungsstelle umgehend einen Rettungseinsatz starten.

Facebook: Zuckerberg stellt sich US-Senat

Zuckerberg zeigte sich bei der öffentlichen Anhörung vor dem US-Senat zunächst geläutert. Er bereue, die „Russischen Informations-Operationen“ nicht früh genug erkannt und die von dem Datenklau du Cambridge Analytica betroffenen Nutzer nicht bereits im Dezember informiert zu haben. Er kündigte zudem an, geteilte Inhalte und Postings von 20.000 Mitarbeitern und künstlicher Intelligenz überwachen zu lassen, da es laut Zuckerberg nicht mehr ausreiche, sich auf die Meldungen anderer Nutzer zu verlassen. Bei konkreten Fragen wie zum Beispiel nach der eines möglichen neuen Kinderschutzgesetzes blieb Zuckerberg vage oder verwies auf sein Team.

Indien: Kontroverse Einstellung zu Kryptowährungen 

Ab sofort dürfen keine von der Notenbank regulierten Finanzinstitute Geschäfte mit individuellen oder wirtschaftlichen Einrichtungen machen, die mit virtuellen Währungen handeln. Damit geht Indien in die Offensive gegen Kryptowährungen. Man sei um die Marktintegrität und den Verbraucherschutz besorgt und befürchte Geldwäsche. Im gleichen Zuge prüfe die Notenbank allerdings die Möglichkeiten zur Einführung einer eigenen Kryptowährung.

EU-Parlament: Kryptowährungen und Vorratsspeicherung von Finanzdaten werden stärker reguliert

Auch in der EU stellen Kryptowährungen die Politik in Bezug auf Undurchsichtigkeit und Geldwäsche vor neue Herausforderungen. Deswegen verabschiedete das EU-Parlament nun die fünfte Reform der Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Mit der Reform sollen in Zukunft die Anbieter von Wallets und Betreiber von Online-Wechselstuben für Kryptowährungen wie Ethereum, Ripple und Bitcoin erfasst und strenger reguliert werden. Das hat zum Beispiel zur Folge, dass diese ihre Kunden im Rahmen ihrer Verantwortung für Finanzhäuser kontrollieren müssen und dass Umtausch-Plattformen die Identität ihrer User und deren Wallet-Adressen speichern müssen. Damit will man die Anonymität, mit der ein Missbrauchspotential einherginge, aufgehoben werden. Zudem müssen Finanzinstitute alle Belege zu Transaktionen fünf bis zehn Jahre nach Beendigung der Geschäftsbeziehung aufbewahren.

Im Falle eines Verdachts sollen die Institute die von ihnen gesammelten Nutzerinformationen an eine zentrale Analysestelle weitergeben.